Unsere Hütte ist vom 1. Juli bis Ende September geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Rötspitze

Von der Rötspitze genießt man eine der eindrucksvollsten Aussichten der Venedigergrupe.

Besonders imponieren die Tiefblicke ins Umbaltal mit den zerklüfteten, gleichnamigen Kees mit westalpinen Ausmaßen. Die Aufstiegszeit von der Lenkjöchlhütte beträgt 3-4 Stunden, der ca. 900 m. Höhenunterschied.

Von der Hütte auf Steigspuren in südöstliche Richtung auf den erdig-felsigen Beginn des Rückens, der in gerader Linie zur Unteren Rötspitze liegt. Den Rücken aufwärts bis man auf das Rötkees trifft. Über den hier max. bis 30°-steilen Gletscher (Anseilen!) zick-zack empor bis zur Unteren Rötspitze, 3290 m. Hier beginnt der eigentliche Nordostgrat, der zuerst horizontal über eine lange wächtengesäumte Firnschulter zieht. Am Beginn des Gipfelaufbaues quert man am oberen Rand der ostseitigen Firnflanke etwas nach links in die Ostflanke und gelangt über kaminartige Felsstufen (Schlüsselstelle leicht abdrängend, aber mit Trittstiften versichert, außerdem Sicherungsmöglichkeit) und Schrofen zu einer schneebedeckten weiteren schulterartigen Verflachung des Nordostgrates. Der nächste Aufschwung, der direkt zum Gipfel führt, wird auf der Gratkante genommen, die im obersten Teil ausgesetzt und infolge des nicht immer sicheren, abgerundeten Gesteins auch nicht ganz ungefährlich ist.

1. Tag
Vom P in Kasern hinab zur Talbrücke (1570m) und gegenüber rechts hinauf. Der sehr abwechslungsreiche, teils steile Bergweg führt anfangs durch lichten, hochstämmigen Wald zu den Ruinen alter Bergwerke. An ihnen vorbei und rechts des Baches bis zur wilden Talschwelle hinauf. Dahinter beginnt das breite Röttal (s. oberstes Bild). Über einen Steg und dann links am Rötbach entlang hat man im offenen Trogtal nun stets den Blick auf die breite und elegante Nordwestflanke der Rötspitze. Die urtümliche Lenkjöchlhütte (2603m), links über einem breiten Sattel mit etwas steilerem Anstieg gelegen, ist nach 3:05 erreicht.

2. Tag
Von der Hütte nach Südosten. Kurz über Blockwerk in den nahen Sattel hinab und gegenüber über Steigspuren auf den mäßig steilen Felsrücken, der aus Richtung Untere Rötspitze herabzieht. Der Rücken verliert sich oben unter Firn und Eis. Nun übers spaltenlose Rötkees südostwärts weiter. Schließlich in weitem Rechtsbogen auf die Untere Rötspitze zuhalten. Auf feinem Verwitterungsschutt über Steigspuren unter ihr vorbei und man erreicht den NNO- Grat der Rötspitze (vergl. zweites Bild). Dieser baut sich in zwei markanten Aufschwüngen auf. Der zweimalige, abschüssige Übergang vom Firn zum Fels (jeweils SO- exponiert) kann Stufenschlagen bzw. Steigeiseneinsatz erforderlich machen. Der erste Aufschwung baut sich gleich aus abschüssigem Firn auf und führt steil zwischen großen Felsblöcken hinauf (II-, einige Stifte). Von den waagrechten oberen Felspartien gelangt man auf den obersten Gletscherrand (kleine Randklüfte). Nach einer Querung links unterhalb des zweiten Felsaufschwungs wechselt die deutliche Steigspur abermals in steile Felsen. Man bleibt meist auf der blockigen Schneide; einmal geht es zwischen großen Klemmblöcken in einem kurzen Kamin hindurch (II). Darüber ist das Vorgipfelchen P 3435m erreicht, hinter dem der Grat seinen Charakter ändert. Dieser wird deutlich markanter, lehnt sich aber mit gut gestaffelten Klemmblöcken (I) zurück. Kurz darauf sind Gipfelkreuz und Buch erreicht (2:55).
Abstieg über die unbedeutende, keine 30 Meter herausgehobene Untere Rötspitze (Steinmann) und zuletzt mit knapp 30 Meter Gegenanstieg zur Hütte (2:50). Von dort nach rechts durchs ebenfalls sehr schöne Windtal (breites Trogtal) zurück nach Kasern (1:40).

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